Die häufigsten Fehler beim Auswandern kosten Monate und tausende Euro. Wer sie kennt, kann sie vermeiden.
Fast jeder, der auswandert, macht mindestens einen dieser fünf Fehler. Manche kosten nur Zeit, andere kosten Geld, und einige können sogar dazu führen, dass du illegal im Ausland lebst ohne es zu wissen.
Wir haben die Erfahrungen von hunderten Auswanderern ausgewertet. Hier sind die fünf Fehler, die sich immer wieder wiederholen.
Die NIE-Nummer in Spanien dauert 2 bis 6 Wochen. Das Führungszeugnis in Deutschland 2 bis 4 Wochen. Manche Visa-Verfahren dauern 3 bis 6 Monate. Wer sechs Wochen vor dem geplanten Umzug anfängt, hat schlicht nicht genug Zeit.
Viele beginnen die Planung zu spät, weil der Umzug noch abstrakt wirkt. Sobald der Entschluss gefasst ist, sollte die Planungsphase starten, nicht wenn die Wohnung gekündigt ist.
Wer Deutschland verlässt ohne sich abzumelden, bleibt offiziell in Deutschland steuerpflichtig. Das Finanzamt behandelt dich als unbeschränkt steuerpflichtig, bis du nachweist, dass dein Lebensmittelpunkt verlegt wurde. Das kann später teuer werden.
Dazu kommt: Ohne Abmeldung läuft deine gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland weiter, was zu Beitragsnachforderungen führen kann.
Wer sich in einem anderen Land aufhält, denkt oft: "Ich zahle in Deutschland Steuern, also bin ich abgesichert." Falsch. Ab dem 183. Tag im Jahr wirst du in den meisten Ländern steuerlich ansässig und bist dort steuerpflichtig, unabhängig davon wo du noch angemeldet bist.
Das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und dem Zielland verhindert, dass du doppelt zahlst, aber du musst die Transaktion aktiv abwickeln. Wer das ignoriert, riskiert Steuernachforderungen in zwei Ländern.
Besonders riskant ist die Situation, wenn du weiter als Freelancer oder Selbstständiger arbeitest. Betriebsstättenregeln können dazu führen, dass dein Einkommen in beiden Ländern versteuert wird.
Die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland endet mit der Abmeldung. Wer nahtlos ins neue Land ausreist, ohne eine Übergangslösung zu haben, ist in der Zwischenzeit nicht versichert. Das kann bei einem Notfall katastrophal sein.
Dazu kommt: Das öffentliche Gesundheitssystem im Zielland ist oft erst zugänglich, wenn du dort offiziell angemeldet bist (z.B. nach dem Empadronamiento in Spanien). Diese Lücke von Wochen oder Monaten wird häufig übersehen.
Der häufigste und folgenreichste Fehler. Auswanderer sammeln Informationen aus dutzenden Quellen, YouTube-Videos, Facebook-Gruppen, alten Blogposts, und versuchen, daraus einen kohärenten Plan zu bauen. Das scheitert regelmäßig daran, dass die Informationen veraltet, widersprüchlich oder auf den falschen Visa-Typ zugeschnitten sind.
Ohne klare Schrittfolge werden Dinge vergessen oder in der falschen Reihenfolge erledigt. Klassisches Beispiel: Wohnung mieten, bevor die NIE-Nummer da ist, was den Mietvertrag erschwert, da Vermieter oft die NIE verlangen.
Ein guter Plan hat drei Eigenschaften: Er ist länderspezifisch, er gibt die richtige Reihenfolge vor, und er verweist auf offizielle Quellen statt auf veraltete Blogs.
Jedes Land hat andere Visa-Typen, andere Steuersysteme, andere Behörden. Ein allgemeiner "Auswanderungs-Guide" hilft nur begrenzt. Was du brauchst, ist ein Plan, der auf dein Zielland zugeschnitten ist.
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